Gesetzliche Grundlagen

Am 1. März 2001 wurde das erste Europäische Sprachenportfolio, das ESP III für Jugendliche und Erwachsene, von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK zusammen mit weiteren Partnern lanciert und zur Einführung auf der Sekundarstufe empfohlen.

Am 25. März 2004 beschloss die Plenarversammlung der EDK, das ESP I und II bis 2010 an allen Volksschulen und das ESP III bis 2006 an Schulen der Sekundarstufe II generell einzuführen. Das ESP I ist für die Altersgruppe der 7-11-Jährigen gedacht und wurde 2008 publiziert. Das ESP II wird mit 11-15-Jährigen verwendet und wurde 2005 publiziert.

Ebenfalls im März 2004 führte die Fachstelle Fremdsprachen im Kanton Zürich eine Impulstagung zur Einführung des ESP III auf der Sekundarstufe II durch. Seither werden zwei Erfahrungsaustausch-Treffen pro Jahr von der Fachstelle angeboten und seit 2006 ein Newsletter ESP jeweils im Frühling publiziert.

Im Schuljahr 2005/06 initiierte die Fachstelle Fremdsprachen ein Pilotprojekt zur Erprobung des ESP III an Zürcher Gymnasien und Berufsfachschulen. Beteiligt waren die Kantonsschule Zürich Birch, die Kantonsschule Freudenberg Zürich, die Technische Berufsschule Zürich sowie die Berufsmaturitätsschule Zürich. Nach einem ersten Projektjahr wurden die Erfahrungen ausgewertet und ein Vorschlag zur generellen Einführung des ESP III an der Sekundarstufe II entwickelt.

Das Projekt läuft noch und weitere Schulen stiessen dazu: die Kantonsschule Enge Zürich, die Kantonsschule Hohe Promenade Zürich, die Kantonsschule Rychenberg Winterthur, die Baugewerbliche Berufsschule Zürich sowie die Berufmittelschule Winterthur.

Der Bildungsrat des Kantons Zürich beschloss im April 2007 die generelle Einführung des ESPs auf der Volksschulstufe in zwei Phasen ab Schuljahr 2007/08. Ab Schuljahr 2009 ist die Verwendung des ESP obligatorisch vorgesehen. Ab Schuljahr 2012/13 werden somit vermutlich alle Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung auf der Sekundarstufe II beginnen, ein ESP mitbringen.

Auf Schuljahr 2008/09 wurde das ESP III an den Berufsfachschulen generell eingeführt. Die Einführung erfolgt stufenweise bis 2012/13 mit ESP-Koordinationspersonen an allen Berufsfachschulen mit Fremdprachenunterricht. Die generelle Einführung des ESP III an den Gymnasien wurde in einer Arbeitsgruppe ESP entwickelt. Die Arbeitsgruppe ESP bestand aus Vertretungen des Mittelschul- und Berufsbildungsamts, der Schulleiterkonferenz der Zürcher Mittelschulen, der Lehrerinnen- und Lehrerkonferenz der Mittelschulen des Kantons Zürich sowie beteiligten Lehrpersonen aus dem Pilotprojekt. Die Einführung erfolgt ebenfalls stufenweise bis 2013/14 mit je zwei ESP-Koordinationspersonen an allen Schulen.